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Nohila Driever in Frankfurt am Main

Als Life Coach Klientin sein, Konkurrenz und eine Empfehlung zum Thema Geld

Als Life Coach Klientin sein, Konkurrenz, Geld - Sarine Turhede - www.roadtowalden.com

Als Life Coach beschäftige ich mich ja nicht nur aus der Coaching-Perspektive mit der persönlichen Entwicklung meiner Klientinnen, sondern genauso mit meiner eigenen. Da ich sowieso nicht an Konkurrenz glaube sondern daran, dass wir alle mehr davon haben, einander zu bestärken, möchte ich mehr über Angebote zu schreiben, die ich selber nutze und die mich begeistern.

Ich habe den Wunsch schon früher verspürt, konnte ihn aber nicht mit meinem inneren Bild des Life Coach vereinen. Bis mir bewusst wurde, dass ich einfach nicht diese Art von Life Coach repräsentieren will, an der ich glaubte, mich orientieren zu müssen: Ich stehe nicht für das Bild des Life Coach zur Verfügung, der andere anleitet, weil er vorgibt das perfekte Leben zu haben und darum behauptet in der Lage zu sein, andere zu ihrem perfekten Leben zu führen. Der darum so tun muss, als hätte er es nicht mehr nötig, sich mit seiner eigenen Entwicklung zu befassen. Davon gibt es mehr als genug.

Leben ist Wachstum, nicht Perfektion. Auch als Life Coach.

Wofür ich als Life Coach stehe, und wozu ich mir erst die Erlaubnis geben musste (und ich gebe sie dir hiermit weiter, falls du sie ebenfalls suchst): Der Life Coach, der sich selbst als bewussten Menschen sieht, der andere dabei begleitet, ein bewusstes Leben zu führen. Der dabei selber Lernender bleibt und dies auch nicht zu verstecken versucht – sondern im Gegenteil: Der genau darin etwas erkennt, das es Wert ist, geteilt zu werden.

Ein bewusster Mensch hat kein perfektes Leben. Auch nicht, wenn er Life Coach ist

Er sucht auch nicht mehr danach. Weil er sich von der Illusion befreit hat, dass es ein Problem gibt, was zwischen ihm und einem perfekten Leben steht. Er hat erkannt, dass Leben Wachstum bedeutet und somit: Dass immer wieder Herausforderungen auf seinem Weg liegen werden. Und dass ein glückliches Leben sich dann einfindet, wenn wir uns auf diesen Wachstumsprozess willentlich einlassen. Wenn wir aufhören, dagegen anzukämpfen und uns zu wünschen, das Leben wäre anders.

Bewusst leben heißt, sich auf das, was ist, einzulassen, anstatt dagegen anzukämpfen.

Ein bewusster Mensch sucht sich also keinen Coach, der ihm das perfekte Leben verspricht, sondern einen, der ihn dabei begleitet, die nächste Stufe seines Wachstums zu erreichen.

Ein bewusster Mensch reagiert misstrauisch auf Coaches, die ihm eine makellose Fassade präsentieren. Ihn interessiert vielmehr: „Wie lebt jemand, der den Fragen und Herausforderungen seines Lebens bewusst begegnet?“

Nicht jeder bewusste Mensch hat irgendwann den Wunsch, als Life Coach zu wirken. Aber die Art von Life Coach, die ich hier beschreibe und zu der ich mich zähle, bleibt ein Leben lang ein lernender Mensch.

Die folgende Empfehlung ist also für dich als bewusster Mensch, der sich für das Thema Geld interessiert. Sie ist auf der Meta-Ebene für dich als Life Coach, der nach Erlaubnis sucht, seinen eigenen Entwicklungsweg zu beschreiben.

Deine Beziehung zu Geld – mein Impuls als Life Coach für dich, wenn du plötzlich materiellen Reichtum hast, aber nicht weißt, wie man ihn genießt

Meine Beziehung zu Geld

Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurück blicke, dann sehe ich, dass ich zwar durchaus finanzielle Tiefgänge hatte. Dass ich aber gerade in den Zeiten, wo ich finanziell gut versorgt gewesen bin oft das Gefühl in mir trug, „Es ist zu wenig“. Immer wieder, wenn ich mich in diesen Phasen aus einem inneren Druck heraus mit dem Thema Geld beschäftigt habe, dann hatte ich alle möglichen Erkenntnisse und Aha-Momente. Aber nichts davon hatte etwas mit Geld zu tun oder veränderte irgendetwas etwas an meiner finanziellen Situation.

Als ich von Nohila Drievers Workshop „Deine Beziehung zu Geld“ erfuhr, empfand ich vor allem Neugierde, anstelle von Druck mich mit dem Thema Geld beschäftigen zu müssen.

Häufiger Irrtum im Zusammenhang mit Geld und dem Gesetz der Anziehung

Ich beobachte, dass das nach wie vor etwas ist, das wir meinen zu verstehen, wenn wir uns mit Energiearbeit und besonders dem Gesetz der Anziehung beschäftigen, das wir aber praktisch oft genau umgekehrt machen: Wer Fülle möchte, muss aus Fülle handeln. Etwas aus dem Mangel heraus anzugehen, führt zu mehr Mangel.

Die „Falle“ liegt darin, dass wir uns meist in einem Zustand des Mangels nach mehr Fülle sehnen – und dann irgendwie diesen Schritt überspringen wollen, innerlich in die Fülle zu gehen, damit sie sich auch im Außen verwirklichen kann. Stattdessen gehen wir mit Mangel in die Umsetzung und wundern uns dann, warum keine Fülle dabei herauskommt.

Life Coach Tipp: Unsere Beweggründe bestimmen das Ergebnis.

Und ja, der Mangel kann sich auch als Freude „tarnen“, oder genauer gesagt: Euphorie. Wenn wir dieses Gefühl haben, „den heiligen Gral“ gefunden zu haben. Die eine Antwort. DEN Workshop, mit DEM Schlüssel für unser Problem.

Darauf solltest du achten, wenn du einen Life Coach oder ein Angebot zum Thema Geld in Erwägung ziehst

Darum empfehle ich dir in Bezug auf Angebote zum Thema Geld immer (und zwar egal, von wem sie kommen – denn der entscheidende Faktor ist tatsächlich nicht der Anbieter sondern du): Überprüfe genau deine Motivation. Wenn da nur ein Hauch von Mangel dran haftet, wird deine Erfahrung dementsprechend sein.

Die Krux ist: Viele von uns beschäftigen ja nur dann mit Geld, wenn wir Mangel empfinden. Die wenigsten von uns sind so sozialisiert, dass es positiv ist, sich mit Geld zu beschäftigen. So verhalten wir uns auch.

Finde die Fülle, die bereits da ist und fokussiere darauf, um in anderen Bereichen mehr Fülle zu erzeugen.

Was ich dir empfehle, wenn du im Mangel bist und das dringende Gefühl hast, jetzt diesen (oder irgendeinen anderen) Workshop zum Thema Geld machen zu müssen, um so aus dem Mangel zu kommen: Lass es bleiben. Finde einen Bereich in deinem Leben, in dem Fülle ist und konzentriere dich auf die Fülle dort. Denn es geht um das Prinzip, nicht um die konkrete Sache. Und keine Sorge: Es gibt in deinem Leben Fülle, egal wie sehr du finanziell im Mangel sein magst.

Die besten Entscheidungen und Erfahrungen sind immer die, die einfach nur mit einem Impuls beginnen, was der nächste Schritt ist. Wenn du dich davon lösen kannst, dein Glück davon abhängig zu machen, ob die konkrete Sache eintritt oder nicht.

Das ist der Zustand, wenn wir bereit sind, uns zu bewegen. Gleichzeitig versuchen wir nicht, dem Universum vorzuschreiben, auf welche Weise unser nächster Schritt gefälligst vonstatten zu gehen habe. Das kann man auch Fülle nennen. 😉

Was an Nohila Driever und Ihrer Art zu arbeiten besonders ist

Es gibt mehrere Aspekte, die ich an Nohila und ihrer Art zu arbeiten besonders finde. Da ist erst einmal ihre Gabe, energetische Arbeit handfest zu machen. So hat sie uns Workshop-Teilnehmer*innen auf der energetischen Ebene unser bisheriges Verhältnis zu Geld wahrnehmen lassen. Anschließend zeigte sie uns, wie wir dieses Verhältnis selbst so gestalten können, dass es tatsächlich zu uns passt.

Eine gute Idee ist eine, von der alle denken, sie hätte von ihnen sein können.

So einfach und genial, dass man sich hinterher fragt, „Warum bin ich noch nicht selbst darauf gekommen, dass man das so machen kann?!“ Das ist der Kern einer guten Idee: Wenn sie einmal im Raum steht, finden alle, sie hätte von ihnen kommen können. Es braucht aber tatsächlich eine Visionärin, die sie zuerst in den Raum stellt. Nohila gehört absolut zu diesen Visionärinnen.

Was ich besonders hilfreich finde

Eine weitere Qualität, die ich an Nohila sehr schätze, klang in dem eben Beschriebenen bereits an: Nohila ist sehr gut darin, Wesen und Energien zu lesen. Sie gab mir ein Bild, für mein Verhältnis mit Geld, dass ich sehr treffend fand, das ich selbst niemals so hätte in Worte fassen können.

Life Coach Tipp: Integration ist annehmen, was ist.

Es hat übrigens sieben Wochen gedauert, bis ich dieses Bild integriert hatte. Sprich: bis ich die Phasen von „Oh, das stimmt ja wirklich! Nein, wie schrecklich?!“ bis hin zu „Ja, stimmt, so mache ich das und jetzt verstehe ich, warum das gut ist und wie ich das für mich nutzen kann anstatt es bekämpfen zu wollen“ durchlaufen hatte. Nur so als „Fußnote“ für diejenigen von euch, die sich nach Energiearbeit auch immer beobachten, um die physische Manifestation im Alltag zu erkennen. (:

Wem ich diese Arbeit empfehle

Ich empfehle dieses Angebot allen, die sich in einer Situation befinden, wo das Leben sie mit einer materiellen Fülle konfrontiert hat, die sie im Inneren noch gar nicht als „echt“ im Sinne von zu sich gehörig empfinden können. Konkret ausgedrückt: Wenn jemand plötzlich scheinbar „zufällig“ eine größere Summe Geld bekommen hat, ohne geübt darin zu sein, mit so viel Geld umzugehen. Geschweige denn, es zu genießen.

Fülle ist eine Frequenz.

Ich denke da an das Phänomen der Lotto-Gewinner*innen, von denen man ab und zu liest, die ihren verhältnismäßig riesigen Gewinn innerhalb kürzester Zeit wieder verlieren – eben weil sie sich auf der energetischen Ebene nicht in der entsprechenden Frequenz befinden, um diese Fülle annehmen/halten zu können.

Wenn dich der Verdacht beschleicht, es könnte dir ebenso ergehen wie den „armen Lottogewinner*innen“, dann nimm dies als Impuls, dich mal auf der energetischen Ebene mit deinem physischen Reichtum zu beschäftigen. Zum Beispiel in diesem Workshop.

Life Coach Tipp: Deine Frequenz bestimmt deine Realität.

Ebenso empfehle ich diesen Workshop Menschen, die plötzlich feststellen, dass sie eigentlich auf einem „Berg“ von materiellem Reichtum sitzen. Den sie aber nicht als Reichtum empfinden können, sondern der eine Angst oder Belastung darzustellen scheint.

Kurz gesagt: Ich empfehle die Arbeit mit Nohila allen, die sich aus einer materiellen Fülle heraus mit Geld beschäftigen möchten. Sie ist eine tolle Unterstützung dabei, das Innere in Einklang mit der äußeren Manifestation zu bringen.

Mehr Information über Nohila und ihre Angebote findest du hier: https://nohiladriever.com/

Woran Projekte in Wahrheit scheitern und wie sie wirklich gut laufen | Meine Woche in Worten

Ich habe das Gefühl, jeder Tag ist eine einzige Wundertüte mit neuen Erkenntnissen. Was ich ganz toll finde! Und inzwischen sind es so viele, dass ich mich endgültig von der Vorstellung verabschiedet habe, alles davon dokumentieren und teilen zu können. Vor allem beim Spazierengehen könnte ich ständig stehen bleiben, um eine neue Einsicht schnell ins smart phone einzutippen, in dem Wunsch, dass es als Gedankenstütze dient, dass ich das Ganze einfach später ausformulieren und daraus einen Blog (oder wenigstens einen Facebook-Post) machen könnte.

Wie gesagt, ich habe eingesehen, dass ich mich wohl besser von dieser Vorstellung verabschiede. Also probiere ich heute etwas Neues aus: ich nehme mir eben nicht vor, meine Notizen zu den Erkenntnissen der vergangenen Woche durchzugehen und „abzuarbeiten“. Stattdessen nehme ich mir einfach Zeit, um einen Blog zu schreiben – im Vertrauen, dass das, was wirklich geteilt werden möchte, mir jetzt durch die Finger fließt und euch dann als Sonntagslektüre dient. Ich schreibe diese Zeilen am frühen Samstag Nachmittag, und die Vorstellung gefällt mir – einen Blog für den Sonntag Vormittag zu haben, den ihr dann gemütlich beim Frühstücken und Abhängen lesen könnt.

Also, was mir total unter den Nägeln brennt mit euch zu teilen ist ein wiederkehrendes Lieblingsthema: die Frage, ob es wichtiger ist, Dinge „richtig“ zu machen – oder sie eben zu machen. Diejenigen von euch, die mich kennen, wissen, dass meine Antwort ein Elizabeth-Gilbert-Zitat ist (jedenfalls ist mir dieser Ausdruck bei ihr zum ersten Mal begegnet): done is better than good. Erledigt ist besser als gut.

Ich hole mir dieses Zitat immer wieder ins Bewusstsein, wenn ich gerade mal wieder auf dem Weg bin, mich in Perfektionismus zu verstricken. Denn das ist genau dieses Phänomen: wenn wir es „richtig“ oder „besonders gut“ machen wollen, dann laufen wir Gefahr überhaupt nicht fertig zu werden. Weil uns dann noch dies stört, jenes fehlt und erstmal muss dann doch vielleicht noch …

Also, absolut, für manche Dinge gibt es tatsächlich Zeitfenster – aber die spüre ich immer daran, ob ich Lust habe, etwas zu tun, oder eben nicht. Da gilt es dann manchmal auch, sich irgendwann komplett von einem Vorhaben zu verabschieden, wenn deutlich wird: da habe ich einfach grundsätzlich keine Lust zu, ich dachte nur ich sollte …

Wenn man einmal die Kraft des „Einfach machen“ entdeckt, dann ist es, als wäre man durch den Spiegel in ein Wunderland geschlüpft.

In der vieles, was lange nur zäh bis gar nicht ging, auf einmal ganz leicht fließt! Die eigentliche Herausforderung ist der Schritt davor. Es erfordert nämlich, dass wir unsere Vorstellungen, wie etwas zu sein/funktionieren hat, loslassen. Wir sollten sie uns zwar gestatten, unbedingt, denn da steckt ja sozusagen der Wunsch drin, der das Ziel vorgibt. Aber dann eben loslassen.

Beispiel Nr. 1 Der Online-Shop | Warum’s erst nicht lief und dann doch

Mein bestes Beispiel ist mein Etsy-Shop, um den ich lange einen Eiertanz veranstaltet habe, weil … ach, ich weiß schon gar nicht mehr. Wegen mehrerer Anläufe, die frustrierend waren, wegen Vorstellungen, wie ich den zu füllen und bedienen hätte, was dabei heraus kommen sollte … Es kam dann auch der Moment, in dem ich mich fragte, ob ich das Ganze nicht besser lassem sollte. Und da wurde mir plötzlich klar: nein! Ich wollte den Shop, aber eben nicht aus den Gründen, die ich mir eingeredet hatte.

Ich wollte den Shop nicht, weil mir das unglaublich lukrativ erschien, sondern einfach weil ich nunmal einen haben wollte. Weil ich Etsy einfach toll finde und den Wunsch hatte, Teil dieser Welt des handgemachten Zaubers zu sein. Denn genau das bin doch ich! Als ich mir das eingestand, ging es plötzlich leicht und ohne Druck. Ich hatte keine Erwartungen mehr an mich, wie schnell ich daran arbeiten würde, und was dabei (kurzfristig) finanziell heraus kommen sollte. Es war einfach eine kleine Spielerei, die ich mir gönnte.

Mein Etsy-Shop ist für mich ein Beweis, dass es einfach mehr Spaß macht, Dinge zu tun, die man gerne tun möchte, als es zu lassen. Dass die Freude nicht vom Rückfluss abhängt, den der Verstand sich ausrechnet, sondern daher kommt, dass wir sagen können „Das habe ich gemacht“. Perfektionismus ist der Nummer-1-Killer von „Ich habe das gemacht“.

So richtig deutlich, dass es um dieses „Ich habe das gemacht“ geht, wurde mir, als ich ein Silke-Schäfer-Video (eine Astrologin) anschaute, in dem sie auf eine Studie verwies, derzufolge Menschen auf dem Sterbebett nicht darüber nachdenken, was sie in ihrem Leben alles „richtig“ oder „falsch“ gemacht haben, sondern das bedauern, was sie alles nicht gemacht haben.

Mir war sofort klar: das stimmt, genau darum geht’s. Und deswegen ist es eben so schade, wenn wir uns Dinge verwehren, aus dem Glauben heraus, dass wir doch gar nicht gut genug darin seien.

Beispiel Nr. 2 (K)Eine Webseite | Wie es dazu kommt, dass wir mit gar nichts dastehen, wenn wir ganz viel wollen

Dann musste ich an einen meiner Kunden denken, dem ich vor einiger Zeit eine Webseite gestaltet habe. Er wollte seine Inhalte alleine zusammenstellen und sich dann melden. Jedes Mal, wenn wir uns sprachen, wirkte er schuldbewusst (dabei spielt es für mich ja eigentlich keine Rolle) und erklärte mir, dass er erst noch dies oder jenes müsse, oder dass etwas dazwischen gekommen sei … und mir tat der gute Mann einfach nur leid, denn effektiv bewirkte sein hoher Anspruch an sich selbst ja nur, dass er mich zwar bezahlt, aber trotzdem gar keine Webseite hatte.

Ich bot ihm schließlich an, ihm auch mit den Inhalten zu helfen. Tatsächlich könnte die Webseite innerhalb von kurzer Zeit veröffentlicht werden – nicht, weil ich notwendigerweise mehr Fachkenntnisse über die Inhalte habe, sondern weil so ein Termin bewirkt, dass man sich hinsetzt und die Dinge einfach macht. Und natürlich ist es leichter, wenn ein geschultes und wohlwollendes (!) zweites Paar Augen die eigenen Texte überprüft und erkennt, wo es tatsächlich noch etwas zu klären gibt – und wo die Selbstzweifel einfach unberechtigt sind.

Gemeinschafts-Projekte | Es ist nicht unbedingt das „Nein“, dass uns blockiert

Wir stehen uns nicht nur selbst im Weg, wenn wir an Vorstellungen festhalten, wie etwas auszusehen/abzulaufen hat. Kollaborationen und Gruppen-Projekte lassen sich so mit Leichtigkeit komplett lahmlegen. Es braucht tatsächlich nur sehr wenig, damit genau das eintritt. Man könnte meinen, es ist das Veto einer oder mehrer Personen, das entscheidet, ob etwas stattfindet oder nicht. So habe ich das lange selbst gesehen. Dass ein „Nein“ zwangsläufig ein Aus ist. Inzwischen habe ich eine andere Beobachtung gemacht: das „Nein“ ist nicht so sehr der kritische Punkt, sondern die Bereitschaft aller am Entscheidungsprozess beteiligten, anzuerkennen dass eben alle, die involviert sind Bedürfnisse haben. Dass diese berücksichtigt werden müssen, damit eine positive Entscheidung, die zu Handlung führt, getroffen werden kann.

Im Grund funktioniert es genauso, wie wenn wir alleine an unseren Projekten basteln und merken, es will einfach nicht so gelingen, wie wir uns das vorgestellt haben. Das bedeutet nicht, dass es nicht geht, es bedeutet nur, dass wir unsere Vorstellungen ziehen lassen müssen und uns für Möglichkeiten öffnen, die tatsächlich funktionieren. Ein „Nein“ bedeutet nicht immer „Nein, ich will das nicht“. Es bedeutet vielmehr „Nein, ich möchte das anders, als du es vorschlägst“. Und dann ist die entscheidende Frage: ist es wichtiger, dass es so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben – oder ist es wichtiger, dass es überhaupt läuft?

Beispiel 3 (K)Ein Hauskauf | Warum ich mein Traumhaus erst bekam, als ich mich davon verabschiedete

Wenn es uns gelingt, darauf zu vertrauen, dass es eine Lösung gibt, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt, dann werden wir ganz schnell überrascht: ich erinnere mich zum Beispiel an den Hauskauf mit meinem damaligen Partner. Ich war sofort verliebt in das Haus, 100%ig überzeugt, dass es Das Haus Und Kein Anderes war – das einzige Problem (laut mir) war, dass er das einfach nicht sehen wollte und mit tausend Einwänden kam. Ich fühlte mich ernsthaft verzweifelt und war voller Wut, dass diese unmögliche Person, die mich doch lieben sollte, mir diesen Traum kaputt zu machen schien! Bis mir klar wurde: wenn es das richtige Haus FÜR UNS BEIDE sein sollte, dann mussten wir beide das so sehen.

Und da das offensichtlich nicht der Fall war, konnte es also nicht Das Haus sein, so schwer mir das fiel es anzuerkennen. Resigniert sagte ich also „OK, dann lass uns die Verkäufer nicht länger hinhalten, wir sagen Bescheid, dass wir nicht interessiert sind und schauen weiter“. Was dann passierte? Wir kauften das Haus. Nachdem ich ablassen konnte davon, meinen Partner zu zwingen, die Dinge wie ich zu sehen, konnte er das gleiche tun. Seine Sicht war plötzlich frei für alles, was ihm auch am Haus gefiel und dass seine Anmerkungen das nicht aufwogen.

Es ist ganz egal, ob es die großen oder die kleinen gemeinsamen Entscheidungen sind – sie scheitern gleichermaßen, sobald wir nicht bereit sind, den Bedürfnissen aller Beteiligten gleichermaßen Raum zu geben – und zwar unabhängig von fachlicher Kompetenz. Das ist einer der wichtigsten Aspekte für mich aus dieser „Erkenntnis-Serie“: Kein Experten-Status auf irgendeinem Sachgebiet trumpft die menschlichen Bedürfnisse.

Beispiel Nr. 4 Texte zusammen schreiben | Worauf es wirklich ankommt

Ein solcher Aha-Moment war für mich, als eine Veranstaltung mit einem Freund organisierte. Ich hatte – meiner Meinung nach – den perfekten Text geschrieben (ich muss es ja wissen, schließlich bin ich Autorin, Journalistin, Akademikerin, blablabla). Als dieser Freund dann – zu meinem Erstaunen – sich nicht vor Begeisterung überschlug, sondern es doch glatt wagte, meinen Text zu kritisieren, war ich erstmal ziemlich angefressen. Mein erster Gedanke: „Och nö, jetzt werden wir hier Stunden zubringen, den Text zu zerpflücken und es wird eine Katastrophe, weil der doch von Texten keine Ahnung hat! Da habe ich keinen Bock drauf.“

Zu dem Zeitpunkt war ich immerhin doch etwas geübt darin, für mich selber vom Perfektionismus mehr und mehr abzulassen und einfach öfter darauf zu vertrauen, dass das Ergebnis meiner Mühen nicht immer so aussieht, wie ich mir das erhoffe, dass sein eigentlich Zweck aber doch immer gut genug erfüllt (bzw. meist sogar besser, als gedacht). Also seufzte ich einmal innerlich und sagte mir „Ok, neues Ziel: ich will einfach nur so schnell wie möglich mit dem Text fertig werden, dass wir die Veranstaltung ausschreiben können“. Das Ende vom Lied war, dass der Text, den wir gemeinsam verfassten, tatsächlich richtig gut war – und zwar nicht nur ok-genug-um-ihn-zu-veröffentlichen-Gut, sondern besser-als-mein-ursprünglicher-Text-Gut.

Mir wurde mein Hochmut so richtig schön bewusst: mein Mit-Veranstalter mochte kein Autor gewesen sein, aber weshalb sollte er nicht (wie übrigens jeder Mensch!?) ein Gespür dafür haben, was gut klingt? Und warum sollte es da nicht eine Überschneidung mit meinem eigenen Gespür geben?

Ich glaube, das ist der Kern: wir dürfen uns zum Einen darin üben, darauf zu vertrauen, dass es unsere eigene innere Stimme uns nicht betrügt. Dass wir ihr mehr Raum geben dürfen, dort, wo uns unsere Vorstellungen in die Irre führen. Und gleichzeitig dürfen wir uns darin üben, darauf zu vertrauen, dass das bei anderen genauso funktioniert, wie bei uns. Dass auch sie so eine innere Stimme haben. Und das ist für mich das Wunder des Gemeinschafts-Geistes: wenn wir darauf vertrauen, dass, wenn unsere Stimmen sich zu widersprechen scheinen, es eine weitere Lösung gibt. Und dass dabei eben kein Kompromiss herauskommt, der bedeutet, dass alle gleichermaßen unzufrieden sind. Sondern eben etwas viel Schöneres, etwas, dass alles übertrifft, was jedeR einzelne sich zu Beginn vorstellen konnte.

Ich bin jedenfalls voller Begeisterung und Entschlusskraft. Mich in meinen eigenen Projekten öfter darauf einzulassen, Dinge zu tun, als sie bleiben zu lassen, wenn sie nicht meinen Vorstellungen entsprechen wollen. Mich noch öfter daran zu erinnern, dass der Spaß an Gemeinschaftsaktionen darin liegt, gemeinsam herauszufinden, wie sich etwas umsetzen lässt, anstatt etwas „durchzusetzen“ und andere von der eigenen Sicht zu überzeugen.

Ich habe in der vergangenen Woche, als diese Dinge in mein Bewusstsein kamen, ein Video dazu aufgenommen. Der Inhalt ist mehr oder weniger der gleiche wie der dieses Textes, aber ich poste es hier trotzdem unter dem Text. Ich finde, Energie kommt in Videos so unmittelbar rüber – und das hier habe ich in diesem richtig schönen Aha-Moment-Bliss aufgenommen. Außerdem habe ich ja beschlossen, lieber Sachen zu machen als sie bleiben zu lassen.

Ich wünsche dir einen gemütlichen Sonntag und uns allen, dass wir uns mehr für die Wunder öffnen, die der Verstand nicht planen oder kontrollieren kann. An jedem Wochentag.

Alles Liebe,

Sarine

https://youtu.be/EMjB7O_VjNQ