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Der Unterschied zwischen einem Korrektorat und einem Lektorat

Korrektorat

Bei einem Korrektorat prüfe ich die formale Richtigkeit deines Textes:

  • Rechtschreibung
  • Grammatik
  • Zeichensetzung (Interpunktion)
  • einheitliche Schreibweisen
  • Silbentrennung
  • Typografie (Anführungszeichen, Apostrophe, Gedanken-/Bindestriche, Einzüge usw.)

Das ist sozusagen das Fundament, das stimmen sollte, damit sich deine AdressatInnen auf das wirklich Wichtige konzentrieren können: den Inhalt deiner Botschaft.

Da kommt dann das Lektorat ins Spiel.

Lektorat

Hierbei überprüfe ich:

  • ob dein Text logisch richtig ist,
  • ob es Unklarheiten/Missverständnisse darin gib und
  • ob der Stil passend für deine Zielgruppe ist.

Nach Absprache prüfe ich außerdem

  • ob die Angaben im Text korrekt sind.

Mit anderen Worten: Mein Lektorat gibt dir mehr als die Sicherheit, dass Punkt und Komma an den richtigen Stellen sitzen. Ich helfe dir, Fluss und Leichtigkeit in deinen Text zu bringen und deine Stimme herauszukristallisieren. So kommt deine Botschaft klar und deutlich bei deiner Zielgruppe an.

Ist das was für dich? Hier erfährst du mehr über mein Angebot, u. a. mit welchen Schreibstilen und welchen Themen ich dir helfen kann.

Egal, ich mach das jetzt einfach trotzdem | Amritabha Monatsthema: Die eigene Kraft annehmen

Das Thema dieses Neumondzyklus hier in Amritabha – die eigene Kraft annehmen – beschäftigt mich sehr, auf vielen (wenn nicht allen) Ebenen. Kein Wunder! Schließlich kann man die eigene Kraft nicht nur „ein bisschen“ annehmen – entweder man wagt es, oder eben nicht. Es zu wagen bedeutet nicht, dass dann alles reibungslos verläuft. Etwas zu wagen ist ja die Bereitschaft, sich auf eine Situation mit unbekanntem Ausgang einzulassen. Der Schlachtruf derer, die die eigene Kraft annehmen ist nicht „Ich kann das perfekt!“ sondern „Egal, ich mach das jetzt einfach trotzdem!“.

Was, wenn da nichts kommt?

Ich habe während meines Aufenthaltes hier in Amritabha einen tollen Textauftrag bekommen. Ich habe mich unglaublich darüber gefreut – bis zu dem Augenblick, als es daran ging, mich hinzusetzen und loszulegen. Totale Panik! Noch schlimmer: totale Leere im Kopf! Hilfe! Ich bewundere die Person, für die ich texte so sehr, dass ich mich total unter Druck setzte. Das hier muss großartig werden! Was, wenn da nichts kommt? Was, wenn die sich doch in mir täuschen und ich nicht das Zeug hierzu habe!? Schluck. So. Wird. Das. Nichts.

Ideen kommen nicht aus mir – sie kommen durch mich

Plötzlich dringt die Erinnerung zu mir durch: ich kann das hier. Deshalb habe ich den Job ja bekommen. Natürlich geht nichts, wenn ich mich in die Panik reinsteigere. Das einzige, was wirklich funktioniert ist das hier: mich daran erinnern, dass es nicht wirklich mein Kopf ist, der sich das alles hier ausdenkt. Wenn ich schreibe – nein: wenn ich gut schreibe – dann kommt das nicht aus mir. Es kommt durch mich. Es sind Ideen, Sätze, Gedanken, die im Raum herumschwirren und darauf warten, von mir eingefangen zu werden. Das einzige, was ich zu tun habe, ist, mir dessen bewusst zu sein, mich dafür zu öffnen und mich zum Kanal für diese Ideen und Worte zu machen. Es ist ganz einfach und gleichzeitig eine Herausforderung. Diese Vorgehensweise verlangt nur eines von mir: bedingungsloses Vertrauen in meine Intuition. Die Gewissheit, dass das, was ich wahrnehme genau das ist, was gesagt werden will.

Leeren, öffnen, präsent sein – So, wie ich Kristallbehandlungen gebe, möchte ich mein ganzes Leben leben

Diese Technik, oder dieses Verständnis des kreativen Prozesses, habe ich durch Dauri Neumanns Kristallheilerausbildung für mich entdeckt. Da hatte ich dieses Vertrauen in mich selbst „einfach so“. Es fiel mir leicht zu akzeptieren, dass ich die Behandlungen nicht im Voraus planen oder auf irgendeine Art vorbereiten konnte. Das einzige, was ich tun konnte, war, mich zu leeren, mich zu öffnen und dann präsent zu sein – für den Menschen, dem meine Behandlung galt, für die Heilung, die durch mich und die Steine geschehen wollte und für die Hilfe geistiger Helfer. Das war eine sehr mächtige Erfahrung und ich dachte, „So, wie ich Kristallbehandlungen gebe, möchte ich mein ganzes Leben führen“.

Wenn ich für mich schreibe, dann mache ich das inzwischen ganz automatisch so – dann bin ich ja frei, muss auf nichts Bestimmtes hinaus, kann einfach schauen, was da kommt. Der Textauftrag hatte natürlich andere Voraussetzungen, weshalb erstmal das Kopfprogramm in Gang ging, das ich mir über Jahre hinweg antrainiert habe: Du müsstest viel besser informiert sein! Ich kann da nichts zu sagen, bevor ich nicht mehr recherchiert habe! Du kannst das doch nicht! Bisher konnest du dich immer irgendwie durchmogeln, aber diesmal fliegst du auf! Etc. Es war ein déjà-vu aus der Schul- und Unizeit. Ich habe immer sehr gute Leistungen erbracht – und trotzdem bei jeder Hausarbeit diese Panik geschoben. Und es dann doch wieder irgendwie hinbekommen.

Leistung erbringt man nicht aufgrund von Druck, sondern trotzdem

Damals dachte ich, dass der Stress dazugehört, dass er Teil des Prozesses sei, der die Leistung erzeugt. Heute weiß ich, dass das Quatsch ist. Ich habe meine Leistungen nicht aufgrund dieser Versagensängste und des Stresses erzielt, sondern trotzdem. Was mir Angst machte, so sehe ich das heute, war, dass ich ja nicht wusste, woher meine Gedanken wirklich kamen, warum sie gut waren. Wie sollte ich da sicher sein können, dass das beim nächsten Mal auch so sein würde? Sie kamen eben auch schon damals nicht aus meinem Intellekt, sondern durch ihn. Es war das gleiche Prinzip, auch wenn es mir nicht bewusst war: die Gedanken schwirrten um mich herum und ich fing sie ein. Klar muss man sich in Themen einarbeiten und dazu recherchieren. Aber wäre mir der Lern-/Schreibprozess, wie ich ihn heute sehe, schon damals bewusst gewesen, dann hätte ich vermutlich mit mehr Leichtigkeit auf mein Gespür vertraut, wann ich genug Information angesammelt habe.

Die Botschaft der Lustlosigkeit: das hier bringt nichts

Das Gefühl gab es nämlich auch schon damals: es äußerte sich als Lustlosigkeit. Ich glaubte, mich dazu zwingen zu müssen, noch mehr zu lesen (denn es war ja niemals genug!). Oft gelang mir das nicht. Dann kam das schlechte Gewissen. Wieder viel zu wenig getan! Ganz selten gab es Momente der Einsicht, in denen ich kurz den Gedanken zulassen konnte, dass ich so widerwillig an die Arbeit ging, weil sie nicht wirklich sinnvoll war. Dass sie nur dazu diente, mein Gewissen zu beruhigen, dass ich auch wirklich fleißig genug gewesen sei.

Nimm deine Kraft genauso an wie den Zweifel – dann schaffst du es trotzdem

Dieser Blick in die Vergangenheit, den mir dieser Schreibauftrag bescherte, war eine gute Gelegenheit, den Bann zu brechen. Ich weiß inzwischen nicht nur, dass ich mein Leben wie meine Kristallbehandlungen gestalten möchte. Ich bin darüber hinaus endlich überzeugt, dass das möglich ist.

Wie ich mir das beweise? Ganz einfach und ganz schön aufregend: ich tue es. Mit allen Ängsten, Zweifeln und Widerständen im Schlepptau. Da hilft es, wenn ich mich an diese Wahrheit erinnere: die tun nichts, die wollen nur spielen. Du schaffst das trotzdem.

Öffne dich für die Wunder, die durch dich in die Welt kommen wollen

Das verstehe ich darunter, die eigene Kraft anzunehmen: uns für all die Wunder zu öffnen durch uns in die Welt kommen wollen (die großen wie die kleinen). Darauf zu vertrauen, dass wir mit allem ausgestattet sind und versorgt werden, was wir dazu brauchen, um sie zu verwirklichen. Unsere Kraft nicht damit zu verpulvern, unsere Zweifel zu bekämpfen, sondern auch hier zuversichtlich zu sein. Ins Vertrauen darauf zu gehen, dass unsere Kraft ausreicht, sowohl unsere Träume zu verwirklichen als auch gleichzeitig den Zweifel mitzutragen.

Lesetip

Was mir sehr viele Aha-Momente beschert hat, wenn es um den kreativen Prozess und um Inspiration geht, ist das Buch Big Magic von Elisabeth Gilbert. Besonders inspirierend ist, wie humorvoll sie ihren Umgang mit Ängsten und Zweifeln beschreibt. Da kann man gar nicht mehr anders, als die auch lieb zu haben. Meiner nicht wirklich bescheidenen Meinung zufolge ist das Buch ein Muss! Nicht nur für Künstler, sondern für alle, die ein glückliches und erfülltes Leben führen wollen.

Klarheit finden, sich selber lieben, Freude leben

Es passiert sehr viel bei mir zur Zeit. Im Innen wie im Außen. Es ist etwas in Bewegung gekommen, es entsteht viel Schönes, Freudiges. Damit melden sich gleichzeitig auch alte Ängste. Dass mir die Freude wieder genommen werden könnte, ist eine von diesen Ängsten. Dass das nicht sein darf, einfach glücklich sein. Leichtigkeit leben. Wenn ich mitten drin bin im Geschehen, fällt es mir schwer, darüber zu erzählen. Weil ich mich schwer damit tue, mich so „unfertig“ zu zeigen. Aber auch, weil mir einfach die Klarheit fehlt, auszudrücken, was da gerade mit mir passiert. Ich habe trotzdem noch den Wunsch, euch teilhaben zu lassen an meinem Leben. Deshalb kommt hier einfach eine kleine Zusammenfassung, was so „faktenmäßig“ in letzter Zeit in meinem Leben passiert ist:

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1. Ich habe an Sina Nanasis Seminar „Das innere Kind – Verlieb dich in dich selbst“ teilgenommen. Das ist jetzt schon über zwei Wochen her und ich habe noch immer nichts darüber geschrieben, weil ich denke „Da will ich mich mal in Ruhe hinsetzen“. Die Ruhe lässt auf sich warten, es passiert ständig etwas Neues. So viel sei gesagt: Ich bin begeistert und verliebt – in mich und in Sina Nanasi. Und alle und alles. Ständig. Außer, wenn plötzlich wieder mal alles Mist ist. Dafür gibt es sogar spirituelle Fachausdrücke: „Im Prozess sein“. Oder: „Ein Thema haben“. Gehört offensichtlich zum irdischen Leben dazu. Na dann.

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Vor dem Seminar.

2. Wie gesagt, die Ruhe lässt auf sich warten: nach dem Seminar, das sechs Tage ging, war Schülertreffen von Fe San, das ebenfalls eine Woche andauerte. Ich wusste zwar, dass ich in der Woche involviert sein würde (ich durfte bei der Neugestaltung des Einhornplatzes mitwirken), aber ich hatte keine wirkliche Vorstellung davon, was das bedeuten würde. 🙂 Ich habe mich sehr wohl gefühlt in der Gruppe und habe jede Menge schöne Begegnungen gehabt und jede Menge schöne Bilder von schönen Menschen machen dürfen.

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Der Einhornplatz hat ein neues Einhorn bekommen. Gezeichnet von Bensa.
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Der Wasserplatz wurde auch neu gestaltet.
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… und eingeweiht, u. a. mit einer Meditation.
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Eine Nacht während der Schülerwoche sind wir aufgeblieben und Fe San hat für uns neun Feuer entzündet, die für sehr kraftvolle Tranformation sorgten. Als ich ins Bett ging „musste“ ich noch schnell ein Bild vom Sonnenaufgang machen. Der perfekte Abschluss für diese zauberhafte Nacht.
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Mit Irka und Mandro am letzten Abend der Schülerwoche. <3 Fotocredit: Savadharma.

3. A propos Bilder: Ich habe ganz überraschend aber natürlich hocherfreulich drei Aufträge in den vergangenen zwei Wochen gehabt!? Das Fotografieren ist für mich ja so eine „Das mache ich einfach, weil es mir Spaß macht“-Geschichte. Schreiben macht mir auch Spaß, aber da kann ich mir manchmal mit meinen Ansprüchen an mich selbst im Weg stehen, was dann die Leichtigkeit auch schon mal rausnimmt. Fotografie habe ich (trotz meiner Begeisterung für den Filmkurs damals an der Uni) nie als einen beruflichen Weg für mich gesehen. Deshalb steht da eindeutig die reine Freude im Fokus. Ein sehr schöner Beweis dafür, dass es in meinem Leben darum geht: Dinge aus Freude zu tun, dann mache ich sie auch ganz gut – und die Freude spricht dann auch andere an.

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A propos Freude: Pflaumen im Garten! Lecker!
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Fremde Federn stehen mir auch ganz gut, oder? Habe weder die Pflaumen gepflückt, noch dieses Bild (oder das vorige) gemacht. All credit goes to Samor Heinen.

 

 

4. Ich stelle fest, dass ich gut viele große Lieben in meinem Leben haben kann. Muss mich nicht fürs Fotografieren ODER Schreiben entscheiden. Das Schreiben bleibt also natürlich trotzdem! Auch da habe ich kurz nach meiner Ankunft hier in Amritabha ja einen freien Auftrag erhalten. Das Projekt läuft jetzt gerade an und das freut mich auch riesig.

Das alles ist für mich neu und gleichzeitig ist es irgendwie ein sehr befreiendes „Ich hab’s doch gewusst“. Es ist neu für mich, bewusst das zum Ausdruck zu bringen, was ich in meinem Inneren schon lange (immer?) gespürt habe. Es stellt mich vor Herausforderungen, wie mich mit praktischen Fragen zum Thema Freiberuflichkeit zu beschäftigen, wovor ich mich ja lange gescheut habe (obwohl ich gleichzeitig auch schon eine Weile gespürt habe, dass meiner Natur eine klassische Angestelltensituation vielleicht nicht wirklich entspricht).

Die größere Herausforderung ist, dass mich dieses ganze Freude-Leben mit dem Zweifel konfrontiert, ob das denn wirklich möglich ist. Der Zweifel zeigt sich in Form der Befürchtung, dass ich vor lauter Spaßhaben an dem, was ich tue, vielleicht plötzlich etwas „Wirklich Wichtiges“ verschussele – und dann dafür von jemandem zusammengefaltet werde. Ist bisher noch nicht passiert (also, das Verschusseln schon, allerdings nicht von etwas „Wirklich Wichtigem“, das Zusammengefaltetwerden auch nicht). Der Zweifel zeigt sich aber auch ganz massiv im Geldthema. Da werden dann plötzlich so schrullige Überzeugungen sichtbar wie „Was, du kannst doch kein Geld für etwas verlangen, was dir so viel Spaß macht!? Und schon gar nicht von Menschen, die du so nett findest! Wie unverschämt!“. Äh, ja klar, weil das ja auch so toll funktioniert mit dem Geldverdienen an Dingen, die keinen Spaß machen, mit Leuten, die man nicht so gerne mag …

Ich nehme gerne die ganzen Prozesse, Themen und Zweifel in Kauf, denn wenn ich sie vermeiden würde, würde ich mir ja auch die ganze Freude versagen. Es gibt keine Sicherheit, es gitb nur „Sicherheit“. Ich habe lieber ein Leben mit allem Drum und Dran, als so eine gemäßigte, graue „Sicherheit“. Auch eine Selbsterkenntnis aus dem Inneres-Kind-Seminar.

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Auch so ein Prozess: ich habe zu Beginn meiner Zeit hier Kräuter für Grüne Sauße ausgesät. Sind mir schon zweimal fast abgenippelt, aber der aktuelle Stand stimmt mich doch ganz zuversichtlich.