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Zimtschnecken in der Auflaufform – Der schwedische Klassiker mit zwei Twists, die ihn schön saftig machen | Rezept

Falls du noch nicht weißt, was du am Wochenenede backen sollst. Wie wäre es hiermit. (: Das Rezept ist eigentlich das klassische Rezept für schwedische Zimtschnecken. Nur das ich diesmal ausprobieren wollte, was ein Zimtschnecken Rezept so richtig saftig machen könnte. (Naja, und ich hatte noch Hefe von der Bärlauchpizza übrig, die verbraucht werden wollte.) Hefegebäck schmeckt ja oft toll, direkt aus dem Ofen. Aber davon bekomme ich Bauchweh und am nächsten Tag sind die Dinger dann oft trocken und ich muss sie in den Dinkelkaffee tunken.

Also habe ich ausprobiert, wie es wohl ist, wenn ich das klassiche Rezept für schwedische Zimtschnecken zwar befolge, aber zu der Füllung noch Quark mische. Und die Schnecken dann in Auflaufformen (ein bisschen wie Dampfnudeln) backe. Keine so wahnsinnig weit hergeholte Idee. Aber meist sind es ja gerade die einfachen Ideen, die so genial sind. So auch in diesem Fall.

Das Ergebnis: die Zimtschnecken waren mehrere Tage lang schön saftig.

Für eine vegane und/oder laktosefreie Variante könnte man sicher mit Kokoscreme experimentieren (also, anstatt des Quarks).

Hier ein paar Bilder, für das saftige Zimtschnecken-Rezept einfach scrollen.

Zimtschnecken Rezept saftig mit Quark in der Auflaufform
Die richtig klassichen schwedischen Zimtschnecken sind meist noch mit Perlzucker bestreuselt. Das muss meinetwegen nicht sein. Ich mag sie am liebsten „nackt“.
ausgerollter Hefeteig für Zimtschnecken
Was den Hefeteig für die schwedischen Zimtschnecken so besonders lecker macht, ist der Kardamom. Den hatte ich diesmal leider nicht zur Hand. Aber in der Not … wird der Teig auch ohne Kardamom ausgerollt.
Butter für die Füllung der Zimtschnecken schmelzen und Zucker einrühren. Ich benutze am liebsten braunen Rohrohrzucker.
Butter für die Füllung der Zimtschnecken schmelzen und Zucker und Zimt einrühren. Ich benutze am liebsten braunen Rohrohrzucker.
Zimtschnecken Rezept saftig: Nachdem die Butter-Zucker-masse für die Füllung etwas abgekühlt war, habe ich für diese Variante des Rezepts ein Paket (250g) Magerquark untergerührt. Und den Zimt natürlich.
Nachdem die Butter-Zucker-masse für die Füllung etwas abgekühlt war, habe ich für diese Variante des Rezepts ein Paket (250g) Magerquark untergerührt. Und den Zimt natürlich.
Zimtschnecken Rezept saftig: Den Hefeteig mit der Füllung bestreichen und dann aufrollen.
Den Hefeteig mit der Füllung bestreichen und dann aufrollen.
Vor dem Backen noch ein wenig blass: die Zimtschnecken mit der saftigen Quarkfüllung
Vor dem Backen noch ein wenig blass: die Zimtschnecken mit der saftigen Quarkfüllung.

Hier jetzt also das Rezept für die saftigen Zimtschnecken mit Quark, welches auf diesem schwedischen Zimtschneckenrezept basiert. (Dass die in Schweden Kanelbullar heißen, weißt du vielleicht schon.)

Zimtschnecken Rezept – Saftig, mit Quark, in Auflaufform

Zutaten

(für 20 Stück, ich mache oft größere Schnecken, so dass es dementsprechend weniger werden)

FÜR DEN TEIG

1/2 Paket Hefe

50 g Butter

300 ml Milch

50 ml Zucker

eine Prise Salz

800 ml Mehl (ich benutze wie fast immer Dinkelmehl)

Trivia: Die Schweden messen beim Backen in Volumen nicht nach Gewicht, daher hier auch die Angaben in ml statt wie bei uns üblich in Gramm. Ich finde, das macht es einfach, weil man keine Waage braucht. Habe mal irgendwo gehört, dass die Maßangaben nach Gewicht akkurater sind. Den Grund weiß ich jetzt nicht mehr. Aber passt irgendwie, oder? 😉

FÜR DIE FÜLLUNG

50 g Butter

2 TL Zimt

50 ml Zucker

250 g Quark

Zubereitung

FüR DEN TEIG

Butter schmelzen und mit der Milch zusammen auf Körpertemperatur erhitzen. Die Hefe darin auflösen. Mit Mehl, Zucker und Salz zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. In einer Schüssel mit einem Tuch ebdeckt ruhen lassen, ca. 45 Minuten (oder bis der Teig auf die doppelte Größe gewachsen ist). In der Zwischenzeit

FÜR DIE FÜLLUNG

Butter mit Zucker schmelzen, Zimt unterrühren. Etwas abkühlen lassen, dann den Quark hinein mischen.

Den Teig ausrollen, mit der Füllung bestreichen.

Teig mit Füllung „wieder“ einrollen. Die rolle entweder wie laut Originalrezept in 20 Scheiben schneiden – oder nach Gefühl auch in dickere Scheiben für größere Schnecken.

Der zweite „Trick“, um die Zimtschnecken saftiger zu bekommen, den ich hier ausprobiert habe, war, sie in Auflaufformen zu backen, anstatt wie üblich einfach einzeln auf dem Blech. Der Gedanke war, dass sie dann ja in ihrer eigenen Flüssigkeit backen, anstatt dass diese einfach auf dem Backpapier verrinnt und durch die Hitze verdunstet. Ich finde, das hat sehr gut geklappt, werde das öfter machen. Auflaufformen im Plural einfach deshalb, weil ich mehrere kleine zur Hand hatte. Man kann natürlich alles in eine große Auflaufform packen.

Die Auflaufform(en) dann auch noch einmal mit einem Tuch abdecken und die Zimtschnecken ruhen lassen, bevor sie dann bei 250° in der Mitte des Ofens ca. 8 Minuten (oder bis sie eben schön goldbraun sind) gebacken werden.

Fertig! Viel Freude beim Ausprobieren und Essen.

Alles Liebe,

Sarine

PS: Hinterlass gerne einen Kommentar hier unter dem Artikel, wie es dir mit diesem Rezept ergangen ist, oder wenn du selber einen guten Tipp für saftiges Hefegebäck hast.

Sarine mit Zimtschnecke
Buchweizenbrot natürlich glutenfreies Brot

Buchweizenbrot | Rezept für ein natürlich glutenfreies Brot

Dieses Buchweizenbrot backe ich in letzter Zeit wieder öfter. Es ist ein natürlich glutenfreies Brot und dieses Rezept ist für mich der heilige Gral unter den glutenfreien Broten.

Manchmal habe ich einfach das Gefühl, mal wieder eine Pause von Gluten machen zu wollen. Was mich an den Backmischungen und den fertigen glutenfreien Broten stört – auch wenn es da ja viele leckere Sachen gibt – ist, dass mir das einfach oft wie ziemliche Industrienahrung vorkommt. So viele Inhaltsstoffe, die nicht sonderlich natürlich klingen. Die aber vermutlich gebraucht werden, damit das Brot nach etwas schmeckt. Und trotzdem finde ich die gekauften Sachen oft sehr trocken.

Buchweizen ganzes Korn

Nicht so dieses Wunderbrot: Es ist simpel, saftig und besteht aus nur drei Zutaten. Das heißt, es braucht keine merkwürdigen Inhaltsstoffe – es besteht hauptsächlich Buchweizen, das von Natur aus glutenfrei ist und dabei zum Backen geeignet. Es braucht auch weder hefe noch Backpulver (manchem Menschen reagieren ja auch hierauf empfindlich).

Salz Fleur de Sel

Nicht nur, dass es keine komischen Zusätze braucht, es besteht überhaupt nur aus drei Zutaten: Buchweizen, Wasser und Salz. Und machen braucht man auch nicht viel. Tatsächlich besteht die Haupttätigkeit seitens der Bäckerin dieses Brotes in Warten. Und supersaftig wird es auch. Es fühlt sich für mich also absolut nicht wie eine Notlösung an oder wie Verzeicht, wenn ich dieses statt „normales“ Brot backe. Ich backe es wie gesagt im Moment sehr häufig – dabei esse ich gerade auch wieder mehr Sachen mit Gluten (wie zum Beispiel leckere Dinkelpizza). Wie gesagt: das Brot ist der heilige Gral. (:

Wasser in Glaskaraffe

Der einzige Nachteil ist, dass es vom Ansetzen des Teiges bis zum Backen drei Tage dauert. Aber das ist auch eine Frage der Betrachtungsweise und kann eine Anregung zur Selbstreflexion sein: ist es wirklich so schlimm, wenn etwas nicht schnell geht? Klar, manchmal habe ich auch eine spontane Eingebung und dann möchte ich sofort etwas backen/essen. Inzwischen habe ich bei diesem Brot ein ganz gutes Gefühl dafür, wann es mal wieder Zeit ist, einen neuen Teig anzusetzen. Und dann freue ich mich einfach drei Tage lang auf das leckere Ergebnis. Vorfreude ist auch ein Genuss, den man nicht unterschätzen sollte. Fühlt sich jedenfalls besser an, als die Phasen, wo ich mir einfach keine Gednaken ums Essen mache und dann ratlos und hungrig im Supermarkt stehe und irgendwas mitnehme …

Falls du also ein leckeres, glutenfreies Brot backen möchtest, dann kommt hier das Rezept:

Buchweizenbrot | Rezept für ein natürlich glutenfreies Brot

Zutaten

500 ml Buchweizen (ganz)

1 TL Salz

Wasser

Buchweizenbrot glutenfreies Brot Rezept Zutaten Buchweizen Wasser Salz

Zubereitung – Tag 1

Buchweizen über Nacht (12 bis 24 Stunden) in Wasser einweichen. Mit einem Tuch abdecken.

Buchweizen eingeweicht glutenfreies Brot Rezept
Buchweizen über Nacht einweichen

Zubereitung – Tag 2

Buchweizen in ein Sieb gießen, abtropfen lassen, aber nicht abspülen.

Buchweizen mit 250 ml Wasser und dem Salz in eine Schüssel geben, mit einem Pürierstab zu einem Brei mixen.

Nochmals mit einem Tuch abgedeckt über Nacht (12 bis 24 Stunden) ruhen lassen.

Buchweizen eingeweicht abgießen nicht abspülen
Buchweizen mit Wasser in einer Rührschüssel
Buchweizenteig mit einem Pürierstab mixen
Buchweizenteig mit einem Tuchabdecken

Zubereitung – Tag 3

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben. Die Kastenform streue ich manchmal auch noch mit Sesam aus, bevor ich den Teig hineingebe. Das ist Geschmackssache, nicht notwendig. Im vorgeheizten Ofen bei 200° backen, ca. 1 Std oder bis du mit einem Holzstäbchen in das Brot stechen kannst, ohne, dass beim Herausziehen Teig daran kleben bleibt.

Buchweizenbrot natürlich glutenfreies Brot

Et voilà. Hinterlass mir gerne einen Kommentar, wie dir das Brot schmeckt, falls du es ausprobierst. Und falls du ein anderes tolles Brotrezepte hast, freue ich mich auch über Tipps.

Alles Liebe,

Sarine

PS: Passt sehr lecker dazu: selbstgemachtes Löwenzahngelée. Das Rezept dazu findest du hier. Eignet sich beides zusammen auch gut als Präsent, falls du gerne Selbstgemachtes verschenkst.

selbstgemachtes Löwenzahngelée

PPS: Wer auf Pinterest pinnen oder sich das Rezept überhaupt mehr visuell abspeichern möchte:

Buchweizenbrot glutenfreies Brot Rezept Zutaten
Buchweizenbrot glutenfreies Brot Rezept Zubereitung Tag 1
Buchweizenbrot glutenfreies Brot Rezept Zubereitung Tag 2-1
Buchweizenbrot glutenfreies Brot Rezept Zubereitung Tag 2-2
Buchweizenbrot glutenfreies Brot Rezept Zubereitung Tag 2-3
Buchweizenbrot glutenfreies Brot Rezept Zubereitung Tag 3

Löwenzahngelee | Rezept & Küchenphilosophie

Für Rezept und Bilder bitte scrollen, für Küchenphilosophie einfach am Anfang anfangen. 🙂

Mir ist kürzlich erst wieder einmal bewusst geworden, wie sehr Veränderung zu meinem Wesen gehört. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich gehe immer wieder durch Phasen, in denen ich mich nach Beständigkeit sehne – danach, endlich anzukommen. Einen Ort oder gar ein Leben zu haben, der/das sich nach „für immer“ anfühlt (das ist für meinen Verstand die Definition von „angekommen“). Und dann, wenn ich mich angekommen fühle, erwacht bald wieder die Sehnsucht nach Veränderung in mir und ich werde manchmal richtig von Beklemmungsgefühlen heimgesucht und der Angst, festzustecken. In mir ruft dann alles „Ich will weiter!“.

20180508_17-39-00Löwenzahn

Ich habe so schon immer gelebt, aber bewusst geworden ist mir dieser innere Prozess so richtig im letzten Jahr (dank meiner Zeit in Amritabha, dank eines Wesenstextes, den ich mir von Xantor Weinberg habe lesen lassen und dank des Coachings bei Irka Schmuck). Vor allem ist mir bewusst geworden, was wirklich zu mir gehört und was verdrehte Vorstellungen meines Verstandes ist Zu mir gehört Veränderung. Meine Wahrheit ist, dass ich noch nie zu denen gehört habe, die sich an einem Ort für immer angekommen gefühlt haben. Ich fühle mich angekommen, wenn ich weiß, dass ich in Bewegung sein darf. Weil ich dann in mir angekommen bin (und ich glaube, das ist es, was wirklich zählt – manche Menschen sind in sich Zuhause, wenn sie ihr Leben an einem Ort verbringen dürfen, andere, so wie ich, sind in sich angekommen, wenn sie sich in Veränderung, inklusive räumlicher Wechsel, erfahren dürfen). Ich muss zugeben, ich genieße es, in den letzten Jahren auch mal an Orte zurück kommen zu dürfen, dass die Ortswechsel also nicht permanent komplett neu sind, sondern ich mich eher in einer Spirale bewege und auf Vergangenes auf- und weiterbauen darf.

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In den letzten Wochen hat sich dieser Prozess des Verstehens erneuert und vertieft. Ich war ja anfänglich sehr im Unfrieden damit, hier in Stade gelandet zu sein. Dann kamen die Dinge aber wundersamer- und wunderbarerweise irgendwie aber dennoch in Fluss und ich arrangierte mich mit der Situation (inklusive meiner Unzufriedenheit). Aber weißt du, wann ich so richtig in den Frieden und in die innere Zufriedenheit kam, die ich mir so sehr wünschte? Als mir klar wurde, dass ich unzufrieden war aus Angst, dass sich nichts ändern würde, wenn ich meine Situation annähme. Und als der Tod meines Großvaters mir klar machte, dass das Leben immer Veränderung bringt, egal ob ich zufrieden oder unzufrieden bin. Weil das Leben so ist. Hinzu kommt, dass ich mich von Natur aus nicht Veränderung verweigere sondern sie willkommen heiße – es gibt wirklich keinen Grund zur Sorge, ich könnte stagnieren!

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Mir wurde einfach bewusst, dass ich mal wieder einer Angst auf den Leim gegangen war, die einfach nur Angst, nicht meine Wahrheit war. Und auch das gehört zum Leben, das alles ist Fluss. Kürzlich las ich erst diese klugen Worte, ich glaube, es war in einem Facebook-Post: genau dieses Pendeln zwischen mal im Fluss sein, zurfrieden sein, Dinge annehmen können und dann eben mal wieder auf der anderen Seite sein, sich an dem, was ist, reiben, im Unfrieden sein – so ist das Leben hier auf der Erde, das ist ja die Dualität, in der wir uns erst erfahren. Deshalb gehört das Mal-nicht-im-Fluss-Sein auch zum Fluss.

In dem Moment, als ich das alles so als wahr erkennen konnte, konnte ich auch verstehen, warum es eigentlich völlig logisch ist, dass ich neben meinem Drang nach Veränderung und Ortswechseln auch diesen ausgeprägten Nestbautrieb habe, den ich ja in Schweden in meinem Häuschen auf dem Land mit so viel Freude ausgelebt habe: weil das eben die zwei Seiten einer Medaille sind, das ist eines von diesen Paaren in der dualen Welt, das mich beschäftigt und mir etwas bedeutet.

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Ich konnte plötzlich verstehen, das es ein riesiger Anlass für mich gewesen ist, unzufrieden bis unglücklich zu sein, weil ich mir letzteres seit Schweden total versagt habe – weil ich ja eben unterwegs war, alles nur Zwischenstationen, wo es für den Verstand keinen Sinn macht, in so etwas wie Einrichtung zu investieren, weil ich ja soweiso bald wieder meine Zelte abbrechen würde. Aber die Wahrheit, so wurde mir klar, ist ja, dass diese Investitionen (sowohl die finanziellen wie auch einfach der Aufwand) wichtig sind für mein Wohlbefinden. Dass das gar nichts damit zu tun hat, dass ich mir etwas aufbauen möchte, um daran festzuhalten – ich liebe es einfach, meine Umgebung und mein Leben zu gestalten, es hat etwas mit Liebe zum kreativen Ausdruck zu tun. Und wenn ich diese Freude aufschiebe, bis auf den Tag, an dem ich „für immer“ an einem Ort bin, an dem sich diese Investitionen für den Verstand lohnen – na dann kann ich diese Freude niemals leben.

So kam es, dass ich in dem Moment, als mir klar wurde, dass ich vielleicht viel schneller von hier weiter ziehen würde, als gedacht (und damit meine ich jetzt nicht, dass mir meine Sterblichkeit bewusst wurde, sondern einfach die Tatsache, dass das Haus verkauft werden soll), ich beides annehmen konnte: dass ich immer Veränderung leben und lieben werde und dass ich es immer lieben werde, meine Umgebung zu gestalten, vielleicht gerade weil es eine Art ist, für mich eine Konstante in der Veränderung zu manifestieren. Dass einfach beides zu mir gehört, beides von mir gelebt werden will – und ich das darf.

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Ich liebe den amerikanischen Ausdruck „homemaker“. Finde ich viel schöner und passender als „Hausfrau“. Ich bin gerne homemaker und gerade genieße ich es also, es mir hier im Haus meiner Großeltern so richtig gemütlich zu machen, mit allem was dazu gehört, in dem Bewusstsein, dass ich es nicht in dr Hoffnung tue, mich hier „für immer“ einzurichten. Vielleicht gefällt es nicht mal den nächsten Besitzern und alles ist in Kürze wieder weg. Mir egal, denn darum geht es nicht.

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Ich liebe es, umzuräumen (das war schon als Jugendliche für mich das tollste – mein Zimmer umräumen), den schönen Dingen, die es neben all den möbeltechnischen Scheußlichkeiten im Haus auch gibt, Plätze zuzuweisen, an denen sie besser zur Geltung kommen. Ich habe mir eine Kompaktnähmaschine gekauft und nähe Kissenbezüge. Und ich habe endlich auch wieder Lust zu gärtnern und in der Küche kreativ zu sein. Es macht mir Freude, zu sehen, dass ich schon auf so viel bauen kann, was ich in der Vergangenheit an anderen Orten ausprobiert habe.

Ich habe das Gärtnern nicht von Anfang an geliebt – unser Land am Haus in Schweden war aber auch echt eine Herausforderung und das auch noch als Anfänger! Total lehmig, mit einer extrem kurzen Saison. Jetzt habe ich bessere Bedingunegn – und liebe es trotzdem, es mir leicht zu machen. Ich habe einfach die Blumentöpfe, die hier schon stehen, mit der Erde von den Maulwurfshügeln befüllt und ein paar Blumensamen reingestopft. Und Grüne-Sauce-Kräuter in Omas Hochbeet gesät. Wenn daraus etwas wird, freue ich mich, wenn nicht – genieße ich trotzdem den Garten.

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Denn auch wenn es mit dem aktiven Gärtnern nicht so läuft, wie erhofft, beschenkt die Natur uns ja trotzdem immer reich. Deshalb liebe ich auch Kochbücher und Rezepte, bei denen Kräuter und „Unkräuter“ zum Einsatz kommen, die sowieso wachsen. Wie zum Beispiel bei der Löwenzahnmarmelade aus Meine grüne Speisekammer. War hocherfreut, neulich die deutsche Version im Buchladen entdeckt zu haben, so konnte ich meine Schwedensehnsucht ein bisschen stillen.

Löwenzahn-Zitronen-Gelee Rezept

Ich halte mich selten an Rezepte, nehme sie eher als Inspiration um selber kreativ zu werden. Manchmal werde ich dafür belohnt, manchmal einfach nur, äh, überrascht. In diesem Fall habe ich die Limettenschale gegen Zitronenschale ausgetauscht. Ich habe jetzt ja keinen Vergleich, wie das Original schmeckt, aber mein Löwenzahngelee hat einfach nur nach Zitrone geschmeckt. 😛 Was ich nicht schlimm finde, ich liebe den Geschmack. Wer es selbst probieren will, hier ist das von mir abgewandelte Rezept.

Du brauchst

500 ml Löwenzahnblüten

2 unbehandelte Zitronen

270g Gelierzucker

Zubereitung

  1. Blütenblätter abzupfen, in ein hitzebeständiges Gefäß geben. Zitrusfrüchte waschen, schälen, die Schale in feine Streifen schneiden und beiseite stellen.
  2. Eine geschälte Frucht in Scheiben schneiden, zu den Blütenblättern geben. 0,5l Wasser aufkochen, über die Blütenblätter und Zitrusfrucht gießen. Alles ziehen lassen, bis es ganz abgekühlt ist. (Ich habe das also am Abend gemacht und einfach am nächsten Morgen weiter gemacht.)
  3.  Die Flüssigkeit durch ein Sieb in einen Topf gießen. Gelierzucker und Zitrusschale dazugeben. Aufkochen und 20 Minuten offen köcheln lassen, ab und zu umrühren. Abschäumen. Die Flüssigkeit in saubere Gläser füllen (ich koche meine immer kurz ab).

Passt sehr gut dazu: selbstgemachtes Buchweizenbrot (von Natur aus glutenfrei und noch dazu ganz simpel). Das Rezept dazu findest du hier.

Grie Sos, La vie en rose, New hat | Photo journal

DE – Zusammenfassung in Bildern seit, äh, der letzten Zusammenfassung in Bildern.

EN – Recap in pictures of what’s happened, well, since I last did a recap in pictures.

Grie Sos

DE – Letzte Woche war es endlich so weit: aus den Samen, die ich aus Frankfurt mitgebracht hatte, sind aller meiner Bemühungen zum trotz etwas geworden. 🙂 Und zwar Petersilie, Schnittlauch, Pimpinelle, Boretsch, Sauerampfer, Kerbel und Kresse. Zusammen mit Quark, Zitrone, Senf, Zucker, Salz und Pfeffer habe ich daraus Grüne Sauce gemacht. Dazu gab’s natürlich Kartoffeln und Ei.

EN – Last week I was finally able to make „green sauce“, a traditional meal from the Frankfort area. I had brought the seeds for the seven herbs you need, and despite all my efforts, they turned out pretty amazing. 🙂 Parsley, chives, burnet, sorrel, borage, chervil and pepperwort. Mixed with sour cream, lemon, mustard, sugar, salt and peppar, they become said green sauce. Traditionally served with potatoes and boiled eggs.

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La vie en rose & new hat

DE – Das vergangene Wochenende stand hier in Ribeauvillé unter dem Motto „La vie en rose“. Die Schwedin in mir suchte nach der dahinter stehenden Marketingstrategie. Sie fand keine (nichtmal ein hashtag!?). Es war einfach alles rosa. Hat trotzdem irgendwie geklappt, ich habe einen Hut gekauft. Den brauchte ich WIRKLICH. Allerdings dann doch nicht unbedingt den für 345€ oder 195€ …

EN – This past weekend the Ribeauvilléans painted the town. Pink. The Swede in me was scanning this shindig for the underlying marketing strategy. Couldn’t find one (not even have a hashtag!?). Everything was just, you know, pink. It worked anyway. I bought a hat. I REALLY needed it. Just not the one for 345€. Or 195€ …

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